»LIVING EQUIA – Mobile Architektur«

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»living Equia«

Beim Entwerfen eines Gebäudes bedarf es der Betrachtung unendlich vieler Faktoren. Der Entwurf soll zeitgemäß und zugleich zukunftsweisend sein, funktional, nachhaltig und sich in die Umgebung integrieren. Das Haus der Zukunft lässt sich erfahrungsgemäß nur mit einem Blick in die Vergangenheit realisieren. Bedeutende und gute Entwürfe alter Baumeister weisen den Weg zu einer brillanten Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Immer wieder finden sich altbewährte Stilelemente in der neuzeitlichen Architektur und spiegeln die wechselseitige Beziehung klassizistischer Formsprachen und moderner Baukunst wider.
Kurzlebige, radikale Zukunftsarchitektur, wie man sie zumeist in den 1960er und 70er Jahren entwarf, sei es nun in der Formsprache, Materialität oder dem Städtebau, zeigt den Nachteil einer Herangehensweise an den Entwurf, ohne Bezug auf das Altbewährte, die Umgebung, Proportionen der Natur oder die Bedürfnisse des Menschen.

Das Design des Gebäudes besticht durch seine schlichte und klassische Gestalt. Der Ursprung des Farbkonzeptes und der verwendeten Materialien finden sich in der Natur wieder. Sie ist das Vorbild und die Basis für alle gestalterischen und konstruktionstechnischen Elemente des Hauses.

Die aus dem abgeflammten Holz resultierende dunkle Farbsprache, in Verbindung mit dem typologischen Satteldach, gewährleistet eine optimale Integration der Photovoltaik- und Solarthermieanlagen in die Gebäudehülle.

Der Innenraum steht im direkten Kontrast zur rauen schwarzen Fassade des Baukörpers.
Charakterisiert durch helle und glatte Oberflächen bestimmen puristische Linien das Design und verleihen dem Raum zarte und feine Züge. Das Gebäude soll sein Umfeld nicht dominieren, es soll sich integrieren und als schwarzer Monolith Stärke durch Zurückhaltung demonstrieren.

Zwei Lichtachsen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung öffnen den Wohnkörper. Sie stellen die Kommunikation zwischen dem Innenraum und seiner Außenwelt her und akzentuieren den Zusammenhang des Hauses mit der es umgebenden Landschaft, dem Himmel und der Sonne.

Die Achsen dienen als Fixpunkte für eine optimale Ausrichtung des Hauses nach den vier Himmelsrichtungen. Durch den fortwährenden Sichtbezug zur Sonne bleibt die Tageszeit im Inneren kontinuierlich spür- und sichtbar.
In der Nacht gibt das Haus durch seinen beleuchteten Innenraum die tagsüber aufgenommene Sonnenenergie symbolisch und visuell an seine Umgebung wieder.

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